Die Perchtenmaske

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Die Spendenaktion hat 1.500,-- Euro für die Restaurierung der Perchtenmaske, die seit Jahren im Besitz des Museums ist und sich in einem beklagenswerten Zustand befindet, zusammengebracht. Nach der Restaurierung ist die Perchtenmaske jetzt wieder im Museum. Leider konnte sie noch nicht vollends abgeschlossen werden, weil sich die Restaurierung als wesentlich aufwendiger herausstellte als gedacht: so konnten zum Beispiel die "Augen", die aus gedrechselten Stäben bestehen, noch nicht nachgebaut werden.

Barbara Michalska, eine der Restauratorinnen des Museums, zeigt in ihrer Werkstatt, wie schön die Perchtenmaske jetzt nach der Restaurierung aussieht.  
Sie ist gründlich gereinigt worden, einige Glassplitter und Zähne wurden ergänzt, die abgestossene Farbe wurde komplettiert, die Hörner befestigt.  
    bei der Maske sind die verschiedensten Elemente verwendet worden: anscheinend Flügel, Arme und Hände einer Putte.

aus dem Katalog:

Bei der Perchtenmaske handelt es sich um eine Maske aus dem 18. Jahrhundert, die vermutlich* aus dem Salzburger Raum stammt.
Sie besteht aus geschnitztem, bemaltem Holz mit Lederbändern, innerem Filzpolster und aufgeleimten, verschiedenfarbigen Glassplittern.

* Laut Katrin Adler in ' Masken aus Europa' der Staatlichen Museen zu Berlin ist ihre Herkunft nicht eindeutig nachzuweisen. Klare stilistische Merkmale sprächen jedoch dafür, dass sie als 'Salzburger Perchtenmaske' zu bezeichnen sei.
Der Ursprung dieser Masken ist im 17. Jahrhundert zu finden. Sie wurden zu 'Haberfeldtreiben'  verwendet. Mit Haberfeldtreiben wurden - gerichtlich nicht gesühnte - sittlich-moralische Vergehen bestraft, wozu besonders Ehebruch, geistliche Vergehen, aber auch Beamtenwillkür, 'in Bayern auch das schlechte Einschenken von Bier gerechnet' wurden. Die Schuldigen wurden aufgesucht und ihre Fehltritte mit viel Lärm öffentlich gemacht.
MEK - Kat/Inv.-Nr. 31 M 113 Foto: Franz 2002
Höhe: 35 cm, 'Geweihbreite': 69 cm, Tiefe: 77 cm
lt. Brockhaus:
Perchten: Sammelbegriff für süddt. Masken. Gestalten des Brauchs der Mittwinterzeit, besonders der Nacht vor Epiphanias (Perchtentag und -nacht = Tag der Erscheinung des Herrn /6. Januar)

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